🔎 Worum es geht
Ich bin auf ein Angebot gestoßen: angeblich ein 1 TB USB-Stick für unter 10 Euro, kompatibel mit Handy und PC. Das klingt verlockend – vor allem, wenn man mobil schnell Fotos und Videos sichern möchte. Ich habe mir so einen Stick bestellt, ihn geprüft und erkläre hier, warum solche Angebote gefährlich sein können und wie man sich schützt.
📦 Was versprochen wurde
Das Produkt wurde als 1 TB-Stick mit Lightning- oder USB-A-Anschluss beworben, inklusive Adapter für USB-. Die Beschreibung suggerierte, damit ließen sich schnell und einfach alle Fotos und Videos vom Handy auf externen Speicher verschieben – ein vermeintlicher Ersatz für iCloud.

Solche Produkte tauchen häufig in Angeboten auf, die sehr knapp und verkaufsorientiert formuliert sind. Der Preis war extrem niedrig – in meinem Fall nur 5,72 Euro nach Rabatt.
🛑 Warum der Preis verdächtig ist
Ein echter, schneller 1 TB-Speicher kostet im Normalfall deutlich mehr. Mobile SSDs und hochwertige USB-Sticks liegen typischerweise bei rund 100 Euro für 1 TB. Wenn ein Angebot eine Größe von einem Terabyte für einen Bruchteil dieses Preises verspricht, ist Vorsicht angebracht.

Hinter solch billigen Angeboten steckt oft einfache Verkaufstaktik: niedriger Preis, schneller Klick. Meist werden die Produkte direkt aus China verschickt, die Versandzeit ist lang und die Hardware ist entweder qualitativ minderwertig oder gar manipuliert.
🧰 Mein Testaufbau und die Tools
Ich habe den Stick an einem Windows-Minirechner angeschlossen und mehrere Prüfprogramme verwendet. Nützliche Tools, die auch ich eingesetzt habe, sind:
- H2Testw – prüft tatsächlich schreib- und lesbare Kapazität
- ValiDrive – zeigt ebenfalls reale Kapazität und Performance
Außerdem habe ich ein echtes externes SSD-Laufwerk zum Vergleich verwendet, das zuverlässig 1 TB und hohe Transferraten liefert.
🧪 Test-Ergebnis: Was tatsächlich passiert
Die Oberfläche zeigte anfänglich 999 GB. Die Prüfsoftware offenbarte jedoch:

– Reale schreibbare Kapazität: rund 58 GB.
– Danach beginnt der Stick, Daten zu verlieren oder zu überschreiben.
– Schreibgeschwindigkeit: sehr langsam, etwa 10-15 MB/s, was bei großen Videodateien inakzeptabel ist.

Beim Testlauf brach die Übertragung nach Hunderten von Gigabyte zusammen und mehr als 600 GB gingen verloren. Das Firmware-Level des Sticks gaukelt dem Betriebssystem eine große Kapazität vor, tatsächlich ist die Hardware aber viel kleiner.

💡 Technische Erklärung kurz und knapp
Hinweis dieser Fake-Produkte: Die Firmware manipuliert die angezeigte Kapazität. Beim Schreiben beyond der echten Hardwarekapazität werden Daten entweder überschrieben oder gehen verloren. Dazu kommt oft noch schlechte Controller-Hardware, die niedrige Schreib- und Lesegeschwindigkeiten verursacht. Ergebnis: Datenverlust und falsche Sicherheit.
🛡️ Wie man solche Fälschungen erkennt
Ein paar einfache Prüfzeichen helfen, Betrug zu vermeiden:
- Unglaublich niedriger Preis – zu gut, um wahr zu sein
- Extrem lange Versandzeit aus dem Ausland
- Unklare Herstellerangaben oder fehlende Datenblätter
- Bewertungen prüfen, auf konkrete Testberichte achten
- Bei Unsicherheit Tests durchführen wie H2Testw bevor wichtige Daten darauf landen
✅ Empfehlungen und Alternativen
Wenn mobiler Speicher nötig ist, investiere in bekannte Markenprodukte oder geprüfte externe SSDs. Sie kosten zwar mehr, bieten aber echte Kapazität, Geschwindigkeit und Haltbarkeit. Persönlich nutze ich zuverlässige *portable SSDs für Videoaufnahmen – sie sind praktisch und funktionieren wie versprochen.
Empfehlungen, die sich bewährt haben:
- *Lexar ES5 – portable SSD, solide Leistung
- *SAN ZANG MASTER oder andere Marken-SSDs statt fragwürdiger No-Name-Sticks
📝 Was du tun kannst, wenn du auf so ein Angebot stößt
Wenn dir ein Produkt suspekt vorkommt, melde es auf der Plattform und hinterlasse eine ehrliche Bewertung. Informiere dich in Tests oder Foren bevor du kaufst. Und: Sichere wichtige Dateien nie direkt auf einem ungeprüften Datenträger.
🔔 Abschließende Gedanken
Ich glaube an Aufklärung statt Anprangerung. Solche Fakes sind oft nicht böswillig produziert von Einzelpersonen, sondern entstehen aus Profitinteresse. Trotzdem: Unwissen schützt nicht vor Folgen. Nutze Verstand, vergleiche Preise und teste Hardware, bevor du ihr deine Daten anvertraust.
Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein – dann ist es das meistens auch.
Frag mich gern in den Kommentaren nach weiteren Prüfmethoden oder konkreten Produktempfehlungen.
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